Dermatochirurgie

Chirurgische Praxis für Gesetzlich Versicherte und Privatversicherte

Dermatochirurgie

Unter Dermatochirurgie (Chirurgie der Körperoberfläche) verstehen wir Eingriffe an der Haut und den Hautanhangsgebilden. Zu den Erkrankungen zählen kleinere Hauttumore, Atherome, Lipome, Acne inversa, Furunkel oder auch Abszesse. Eingriffe an der Körperoberfläche können in örtlicher Betäubung in unserer Praxis durchgeführt werden, hierzu stehen uns spezielle Eingriffsräume zur Verfügung.

Die Hautoberfläche

Unsere Haut bildet die Grenze zur Außenwelt und ist mit einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern und einem Gewicht von circa zwei Kilogramm das größte Organ unseres Körpers.

Unsere Haut ermöglicht uns nicht nur das Tasten und Empfinden von Wärme und Schmerz, sie bietet auch Schutz vor Stößen, Reibungen und Krankheitskeimen.

Neben ihren vielen Funktionen hat unsere Haut sehr große Bedeutung im Kontakt mit anderen Menschen und letztendlich unserem ganz eigenen Wohlbefinden.

Dermatochirurgie die Haut unser größtes Organ

Akne inversa

In der Dermatochirurgie stellt die sogenannte Akne inversa einen Spezialfall dar. Acne inversa ist weltweit verbreitet, die Schätzungen liegen bei circa 70 Millionen Erkrankten. In Deutschland werden zwischen 225.000 und 3,1 Millionen Betroffene vermutet. Aufgrund falscher Diagnosestellungen liegt die Dunkelziffer bei Acne inversa sehr hoch.

Die Erkrankung betrifft beide Geschlechter und befällt in erster Linie die Achsel-, Leisten- und Perianalregion. Die Erstmanifestation kann von der Pubertät an bis ins hohe Alter erfolgen. Männer leiden häufiger an Acne inversa der Perianalregion (um den After herum), deshalb wird die Erkrankung oft von Proktologen und Hautärzten behandelt.

Ursachen für die Erkrankung der Haut

Früher wurde initial eine Entzündung der Schweißdrüsen vermutet, heute wissen wir, dass diese Erkrankung nicht von der Schweißdrüse, sondern von der Talgdrüse und von der äußeren Wurzelscheide der Terminalhaarfollikel ausgeht.

Eine Verstopfung der Talgdrüsenausführungsgänge und Ausbildung von Komedonen führt zu einer Ausbreitung der Entzündung nach innen (deswegen inversa, nach innen gekehrt) und Ausbildung von subcutanen (Unterhaut) Fistelgängen. Die Entzündung der Schweißdrüsen erfolgt meist sekundär.

Acne inversa ist damit keine Schweißdrüsenentzündung und der Begriff Hidradenitis irreführend (hidrós: Schweiß, Adenitis: Drüsenentzündung).

Ursachen – Folgen – Komplikationen

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Es gibt eine Reihe Faktoren, welche den Krankheitsverlauf begünstigen oder auch erst zum Ausbruch der Krankheit führen.

Entzündungen, die im Rahmen der Acne inversa auftreten, sind in der Regel schmerzhaft. Bei Voranschreiten der Entzündung können Lymphknotenschwellung, Kopfschmerz und Fieber auftreten. Ein Übertreten von Bakterien (Staphylococcus aureus) kann zu einer Blutvergiftung führen.

Die Erkrankung verläuft oft chronisch-rezidivierend. Die Hautveränderungen, der langwierige Verlauf und deren Therapie können oft psychisch belastend und mit Fehlzeiten am Arbeitsplatz verbunden sein. Nicht selten können der Verlust des Arbeitsplatzes mit anschließender Erwerbslosigkeit und sozialem Rückzug zu Depressionen führen.

Triggerfaktoren

  • Rauchen: Statistische Untersuchungen belegen eindeutig, dass etwa 80 bis 95 Prozent der Acne inversa Patienten rauchen. Das Rauchen scheint also bei der Entwicklung der Erkrankung eine entscheidende Rolle zu spielen.
  • Übergewicht: Führt zu vermehrter Feuchtigkeit, warmem Milieu und Aufweichen der Haut durch aufeinanderliegende Hautschichten.
  • Diabetes: Zuckerkrankheit, geschwächte Immunabwehr.
  • Männliche Hormone: Vermehrte Talgproduktion, dadurch schnelleres Verstopfen der Talgdrüsenausführungsgänge.
  • Genetische Faktoren: Meist sind mehrere Personen in der Familie an Acne inversa erkrankt.
  • Bakterien: Sind nicht ursächlich beteiligt, können jedoch als Superinfektion (darauf gesetzte Entzündung) den Krankheitsverlauf verschlimmern.

Therapie bei Acne inversa

Die Behandlung kann mit lokaler Anwendung von antimikrobiellen Lösungen oder Ammoniumbituminosulfonat, systemischer Antibiose und punktueller chirurgischer Entlastung kurzweilig zu einer Teilremission führen. Diese Maßnahmen führen jedoch nicht zu einer vollständigen Heilung wenn schon Fisteln gebildet sind (Stadium II).

Einteilung in Stadien nach Hurley:

  • Stadium I > Einzelne oder mehrere, abgegrenzte Abszesse ohne Fisteln.
  • Stadium II > Ein oder mehrere weit auseinander liegende Abszesse mit Fistelgängen und Narbenbildung.
  • Stadium III > Flächiger Befall mit Abszessen, Fistelgängen und Narbenzügen.

Auf Grund der immer wieder kehrenden Entzündungsschübe und verbleibende Fistelgänge bleibt nur die Operation, also die vollständige Entfernung der von Acne inversa befallenen Hautbereiche die Behandlungsmethode der Wahl. Dies kann bei der notwendigen Radikalität zu ausgedehnten Wundgrößen und Heilungsverläufen von bis zu 12 Wochen führen. Eine Nikotinkarenz steigert in hohem Maße die Heilungschancen und ist für den Erfolg fast unabdingbar.

Alle unsere Patienten werden vor einer solchen Operation ausführlich über Folgen, Risiken, Arbeitsausfall, Wundgrößen und Wundpflege beraten. Dies ist bei der Stigmatisierungsgefahr der Erkrankung enorm wichtig.

Geschwür- und Tumorentfernung

Ein Tumor bedeutet nur eine Geschwulst. Diese kann an der Haut oder in tieferen Schichten unseres Körpers auftreten. Entscheidend für den Patienten ist die Gutartigkeit der Geschwulst.

Trotz langjähriger chirurgischer Erfahrung unserer Fachärzte sind eine chirurgische Entfernung und die mikroskopische Untersuchung des entnommenen Materials durch den Pathologen unabdingbar.

Nach Ausschöpfung aller diagnostischer Methoden (Sonografie, Röntgen, MRT oder CT) können in der CPO eine große Anzahl von Geschwüren und Tumoren entfernt werden. Die Größe, die Tiefe und die Nachbarschaft zu wichtigen Organen und Strukturen bedingt die ambulante (in Lokalanästhesie oder in Narkose) oder stationäre Versorgung.

Eine umgehende Beratung und Aufklärung erfolgt vor jedem Eingriff durch unsere Chirurgen.

 

Histologische Gewebeuntersuchung

Die histologische oder feingewebliche Untersuchung wird durch einen Pathologen durchgeführt. Diese Gewebelehre basiert auf der mikroskopischen Anatomie. Der Histologe untersucht die vom Chirurgen zugesandten Gewebeproben. Dazu werden dünne gefärbte Gewebsschnitte hergestellt und am Mikroskop beurteilt.

Diese Untersuchung ermöglicht die genaue Beurteilung eines Gewebes und hat für den Patienten und weiterbehandelnden Arzt ggf. Konsequenzen in der Behandlung eines Leidens. Wir lassen regelmäßig diese Untersuchungen durch unsere Kooperationspartner vornehmen. Zu den zugesandten Gewebestrukturen gehören:

  • Operationspräparate (z.B. Blinddarm, Gallenblase)
  • Probeexzisionen (z.B. Muttermal, Sehnen, Zysten)
  • Biopsien (z.B. Darm-, Brustgewebe-Biopsien)

Mit Hilfe der modernen Technik lassen sich schon an winzigen Gewebestückchen (1–2 mm) feingewebliche Diagnosen erstellen. Von ganz besonderer Bedeutung ist hier die Unterscheidung von Gutartigkeit und Malignität, sowie die Beurteilung durch den Pathologen der Vollständigkeit einer Gewebeentnahme.

Patienten erhalten nach einer Operation eine ausführliche Aufklärung des entnommenen Gewebes.

 

Sie haben noch Fragen?

Unser Praxisteam können Sie jederzeit ansprechen! Auch in Englisch, Türkisch, Kurdisch, Arabisch, Serbo-kroatisch, Spanisch, Französisch und Italienisch.

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